Presse
2nd ÖGMBT Annual Meeting 2010
Molekulare Biowissenschaften für Medizin und Umwelt
Vom 27. - 29. September 2010 fand in Wien, (BOKU, Muthgasse 18, 1190 Wien) die 2. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) statt. An dieser Veranstaltung, die erstmalig gemeinsam mit der Österreichischen Biophysikalischen Gesellschaft (ÖBG)
organisiert wird, nahmen mehr als 300 Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus dem In- und Ausland teil.
Schwerpunkte der Tagung waren:
Die neuesten Forschungsergebnisse auf den Gebieten:
- RNA Biologie,
- Biophysik und Nanotechnologie
- Zellkommunikation
- Umweltgenomik.
Die ÖGMBT Tagung befasste sich umfassend mit den biomolekularen Wissenschaften in der Medizin sowie im Umweltbereich: Prof. Javier Caceres von der Universität Edinburgh berichtete über die Rolle von miRNAs, einer Klasse von Regulatormolekülen, die erst kürzlich mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden, bei Tumoren. Dr. Alfred Weber von Baxter Healthcare erläuterte die Bedeutung von Zuckerkomponenten bei therapeutisch eingesetzten Proteinen. Prof. Kornelia Smalla, Spezialistin auf dem Gebiet Antibiotikaresistenzgene in der Umwelt, diskutiert die Zunahme dieser Gene in landwirtschaftlichen Böden.
Besondere Highlights der ÖGMBT Tagung 2010 waren die von StudentInnen eingebrachte Themen zum Beispiel die Alternsforschung: Prof. Bart Braeckmann aus Ghent sprach über den Einfluß von Sauerstoffradikalen auf die „Gesundheitsspanne“ .
Weiters wurden vier erfolgreiche wissenschaftliche Nachwuchsgruppen ausgewählt, die ihre Forschungsbereiche präsentierten. Die Zellwandbildung in Pflanzen ist das Arbeitsgebiet von Dr. Richard Strasser, der an der BOKU forscht. Dr. Thomas Flatt von der Veterinärmedizinischen Universität befasst sich ebenfalls mit dem Prozess des Alterns. Dr. Monika Schmoll arbeitet an der TU Wien an Signalwegen in einem industriell genutzten Pilz und Dr. Alexander Loy untersucht Mikroorganismen, die für die Minderung der globalen Klimaerwärmung von Bedeutung sind.
Weitere Angebote speziell für den wissenschaftlichen Nachwuchs waren Workshops zu Themen wie „Scientific Writing, Präsentationstechnik und Projektmanagement“, Lebenslaufcheck, Site Visits, sowie eine Präsentation von PhD-Programmen.
Auch heuer wurden zur Förderung junger Wissenschaftler zwei Forschungspreise und zwei Dissertationspreise verliehen. Die mit € 3000,- dotierten und von THP Medical Products und VWR International gesponserten Forschungspreise für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Molekularen Biowissenschaften gehen 2010 an Dr. Beate Lichtenberger und Dr. Verena Seidl-Soboth für Arbeiten über die Bildung von neuen Blutgefäßen in Tumoren bzw. über verbesserte Einsatzmöglichkeiten des Biotechnologie ‚Arbeitspferdes’ T. reesei.
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Die Preisträger des ÖGMBT Dissertationspreises 2010 sind Dr. Andreas Winkler und Dr. Mario Brameshuber. Preisstifter sind hier das ACIB (Austrian Center for Industrial Biotechnology) und die ÖGMBT. Dr. Brameshuber erhält den Preis für seine Forschungen über Verfahren zur Abbildung kleinster Zellstrukturen, während Dr. Winklers Arbeit über aufsehenerregende Proteinstrukturen ausgezeichnet wurde.
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Begleitend dazu wurden die Poster präsentiert (Poster Sessions), wobei die AutorInnen ihre Arbeiten kurz vorstellen sollen.
Zum Ende der Tagung wurden die 3 Preise für „Best Poster“ je € 200,-- und 2 Preise für „Best short talk“ je € 300,-- verliehen.
Preisträger für „Best Poster“ sind: (in alphabetische Reihenfolge):
Alfons Felice (Dietmar Haltrich lab, BOKU)
Optimization of cellobiose dehydrogenase for the use in third generation glucose biosensors by side directed mutagenesis
Philipp Pollheimer (Hermann Gruber lab, Johannes Kepler Uni Linz)
Nanopatterned surfaces for the selective capturing of single virus particles
Krista Trappl (Norber Polacek lab, Innsbruck Biocenter)
Probing the ribosome exit tunnel with tRNA-peptide conjugates
Preisträger für „Best short Talk“ sind: Martina Doetsch und Sabine Taschner-Mandl
Die Abende stehen im Zeichen der Kommunikation und Kontaktaufnahme, mit einer Weinverkostung, einem Buffet und mit Musik.









Die ÖGMBT bedankt sich sehr herzlich beim Organisationskomitee:
Angela Sessitsch, Johannes Grillari, Martin Hohenegger, Lukas Mach, Paul Messner, Ernst Müllner, Joachim Seipelt, Viktoria Weber
Und bei folgenden Firmen und Institutionen, für Ihre Unterstützung:
ACIB Austrian Center of Industrial Biotechnology
AIT Austrian Institute of Technology
AL Labortechnik
AstraZeneca Österreich GmbH
Bartelt Labor und Datentechnik GmbH
Baxter International
Biolab GmbH
Bio-Rad Laboratories Ltd.
Biozym Scientific GmbH
Charles River Laboratories International Inc.
dialog <> gentechnik
eurofins
Exiqon
FEBS, Federation of European Biochemical Societies
GE Healthcare
GenXpress
Intercell AG
Leica Camera AG
LISA VR Life Science Austria Vienna Region
Millipore Corporation
OK Karl Ohrfandl
Olympus Europa Holding GmbH
Qiagen GmbH
raytest Austria GmbH
Szabo-Scandic :: Laborgeräte
THP Medical Products Vertriebs GmbH
VWR International
Carl Zeiss GmbH
2011 FEBS | EMBO Women in Science Award honours Carol V. Robinson
Press release
British chemist recognized as leader in mass spectrometry
HEIDELBERG, Germany, 17 February 2011 – The European Molecular Biology Organization (EMBO) and the Federation of European Biochemical Societies (FEBS) announce Carol V. Robinson, Professor of Chemistry at the University of Oxford, UK, as the winner of the 2011 FEBS/EMBO Women in Science Award. Professor Robinson has been recognized for her pioneering work in the development of mass spectrometry as a tool used for investigating the structure and dynamics of protein complexes.
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FEBS | EMBO Press Release 10 February 2010 Woman in Science Award
ÖGMBT übergibt im Rahmen ihrer Jahrestagung in Wien zwei Forschungspreise 2010
Im Rahmen der ÖGMBT Jahrestagung in Wien wurden die ÖGMBT Forschungspreise 2010, dotiert zu je € 3.000,-- für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der molekularen Biowissenschaften übergeben. Gestiftet wurden diese Preise von den Firmen THP Medical Products und VWR International.
Aus 15 eingereichten, wissenschaftlichen Publikationen wurden zwei Arbeiten ausgewählt. Der von THP gestiftete Preis ging an Frau Dr. Beate Lichtenberger, die einen wesentlichen Fortschritt auf dem Gebiet der Krebstherapie erzielte. Frau Dr. DI Verena Seidl-Soboth wurde der von VWR gestiftete Preis für ihre Arbeit über sexuelle Kreuzung in einem industriell genutzten Pilz verliehen.
Dr. Lichtenberger, die auch schon mit dem Beverly McKinnel Award ausgezeichnet wurde, zeigte, dass der von Tumorzellen produzierte vaskular-endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF) nicht nur die Tumorangiogenese, sondern auch das Wachstum der Tumorzellen selbst beeinflusst. Interessanter Weise wurden die VEGF Rezeptoren nicht wie ursprünglich geglaubt an der Zelloberfläche, sondern auch im Zellinneren detektiert. Diese Erkenntnisse bieten einen konzeptionellen Fortschritt auf dem Gebiet der Tumorbiologie und Krebstherapie, da die derzeit in der Klinik angewandten Therapien mit Antikörpern zwar die Rezeptoren an der Zelloberfläche inhibieren, aber nicht im Zellinneren wirksam sind.
Frau Dr. Beate Lichtenberger studierte Genetik-Mikrobiologie an der Universität Wien. Während ihres Doktoratsstudiums, das von der Boehringer Ingelheim Fonds Stiftung mit einem Stipendium unterstützt wurde, beschäftigte sie sich mit der Funktion des Epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) während der Hautentwicklung und Krebsentstehung. Sie promovierte 2009 mit Auszeichnung an der Universität Wien unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Maria Sibilia am Institut für Krebsforschung, wo sie auch weiterhin tätig ist. Ihre Forschungsarbeit wurde bereits 2006 mit dem Beverly McKinnel Award ausgezeichnet. Außerdem durfte sich Dr. Lichtenberger auf der Jahrestagung der ÖGMBT 2006 über den Short Talk Award freuen.
Über Sex im Schimmel(pilz) geht es in der Arbeit von Dr. Seidl-Soboth. Das Team der jungen Wissenschaftlerin fand erstmalig heraus, dass der industriell genutzte Pilz Trichoderma reesei nicht wie bisher angenommen asexuell, sondern sexuell kreuzbar ist. Damit ist für den Hauptproduzenten von Zellulose-abbauenden Enzymen, die industriell in der Papier- und Textilindustrie und zur Herstellung von Bioethanol verwendet werden, eine einfache Stammverbesserung mittels traditioneller Kreuzungsmethoden möglich. Damit kann die Produktion dieser Enzyme in Zukunft ohne Einsatz gentechnischer Methoden wesentlich kostengünstiger gestaltet werden.
Frau Dr. Dipl.-Ing. Verena Seidl-Seiboth studierte Technische Chemie mit Schwerpunkt Biochemie auf der TU Wien mit einem Studienjahr in den USA (CWRU University, Cleveland, OH).
Ihre Dissertation schrieb sie bei Prof. Christian Kubicek, TU Wien im Rahmen eines EU-Projektes (TrichoEST). Forschungsaufenthalte als Postdoc in Großbritannien (University of Edinburgh mit einem Erwin-Schrödinger Stipendium vom FWF Forschungsfonds) und Marseilles (Université Aix-Marseilles II). Seit 2008 leitet Frau Seidl-Seiboth eine Projektgruppe auf der TU Wien und hat ein FWF Forschungsprojekt und eine Hertha Firnberg Stelle (für junge Wissenschafterinnen vom FWF).
Ihre weiteren wissenschaftlichen Tätigkeiten sind: Editorial Board Mitglied des Journals Applied and Environmental Microbiology, Mitglied des wissenschaftlichen Vorstandes der European Chitin Society, Mitglied der Female Faculty des AB-TEC Postgraduate-Programms der TU Wien, Vortragende an der Kinderuni Wien.
Die ÖGMBT vergibt im Rahmen ihrer Jahrestagung zwei Dissertationspreise für exzellente Doktorarbeiten
Im Rahmen der zweiten ÖGMBT Jahrestagung in Wien mit etwa 300 Teilnehmern aus dem In- und Ausland wurden zwei mit je € 1.500,- dotierte ÖGMBT Dissertationspreise 2010 - gesponsert von ACIB und ÖGMBT -, verliehen.
15 Dissertationen mit eindrucksvoller wissenschaftlicher Qualität wurden eingereicht. Die ÖGMBT Jury entschied, den ÖGMBT-Dissertationspreis 2010 an Dr. Mario Brameshuber von der Johannes Kepler Universität Linz und an Dr. Andreas Winkler von der Technischen Universität Graz zu verleihen.
Der gebürtige Salzburger Herr Dr. Mario Brameshuber entschied sich nach dem Abschluss der Höheren Technischen Lehranstalt für das Studium der Biophysik an der Johannes Kepler Universität in Linz, das er 2004 mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss. Seine Dissertation mit dem Titel „Characterization of nanostructurs in the live cell plasma membrane utilizing advanced single molecule fluorescence techniques“ fertigte er in der Arbeitsgruppe von Prof. Gerhard Schütz am Institut für Biophysik an und absolvierte sein Doktoratstudium mit Auszeichnung. Nach einer einjährigen Anstellung als PostDoc wurde Herrn Brameshuber ein Wilhelm-Macke Mobilitätsstipendium der Johannes Kepler Universität Linz zuerkannt, das ihm einen Post-Doc Aufenthalt in der Gruppe von Prof. Mark Davis an der Stanford University ermöglicht.
In dem Kernthema seiner Dissertation hat sich Herr Dr. Brameshuber mit der Entwicklung einer neuen Technik zur Charakterisierung von stabilen Nanostrukturen in der Membran lebender Zellen beschäftigt. Solche Strukturen wurden schon vor mehr als 10 Jahren postuliert, konnten jedoch aufgrund technischer Schwierigkeiten nie experimentell nachgewiesen werden. Es gelang Herrn Brameshuber zum ersten Mal direkt mit Hilfe eines Fluoreszenzmikroskops Strukturen zu detektieren, die Eigenschaften dieser „Membrane Rafts“ aufweisen. Darüber hinaus konnte er deren molekulare Eigenschaften genauer bestimmen und ihr Verhalten bei Temperaturänderungen, wie es etwa bei Fieber der Fall ist, charakterisieren.
Herr Dr. Andreas Winkler studierte Technische Chemie an der Technischen Universität Graz und schloss sein Studium mit Auszeichnung ab. Für seine Diplomarbeit erhielt er schon 2006 den „Würdigungspreises” des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Seine Dissertation mit dem Titel “Structure-function studies on berberine bridge enzyme (BBE) from the California poppy (Eschscholzia californica)” fertigte er im Rahmen des Dokoratskollegs „Molecular Enzymology“ unter der Leitung von Prof. Peter Macheroux von der Technischen Universität Graz an. Herr Winkler schloss sein Doktoratsstudium mit Auszeichnung 2009 ab und erhielt als Würdigung seiner Arbeit ein EMBO Stipendium, das ihm einen 3-jährigen Forschungsaufenthalt am renommierten Max Planck Institut für medizinische Forschung in Heidelberg ermöglicht.
Dr. Winkler beschäftigte sich im Rahmen seiner Dissertation mit einem Enzym, das am Aufbau von Alkaloiden beteiligt ist. Alkaloide sind komplexe pflanzliche Inhaltsstoffe, die in der Medizin vielfach zum Einsatz kommen. Der Preisträger konnte durch die Aufklärung der dreidimensionalen Struktur des Enzyms in Gegenwart von Substrat und Produkt der Reaktion, das Enzym bei seiner Arbeit beobachtet werden. Zusammen mit der biochemischen Charakterisierung von Enzymvarianten mit veränderten Aminosäuren im aktiven Zentrum konnte das Verständnis des Reaktionsmechanismus verbessert werden. Die Anwendung der durch die Dissertation erhaltenen Einblicke auf den Aufbau von Alkaloiden wird zur Zeit getestet und könnte die Herstellung von bislang unzugänglichen, medizinisch wertvollen Verbindungen ermöglichen.
ÖGMBT: Neuer Präsident gewählt
(Wien, 27. 9. 2010) Die Österreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) wählte im Vorfeld ihrer Jahrestagung 2010 an der Universität für Bodenkultur Wien einen neuen Präsidenten. Der bisherige ÖGMBT-Präsident Prof.Dr. Hans Grunicke von der Medizinischen Universität Innsbruck übergibt seine Funktion an Josef Glößl, Professor am Department für Angewandte Genetik und Zellbiologie sowie Vizerektor für Forschung und Internationale Forschungskooperation an der BOKU Wien, der zuletzt auch schon Vizepräsident der ÖGMBT war. Prof. Dr. Grunicke steht der Gesellschaft auch weiterhin als 1. Vizepräsident zur Verfügung. Als 2. Vizepräsidentin wurde Dozentin DI Dr. Angela Sessitsch, von AIT Austrian Institute of Technology gewählt und löst damit turnusmäßig Prof. Dr. Helmut Schwab von der TU Graz als Präsidiumsmitglied ab.
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Prof. Hans Grunicke *) blickt auf die vergangenen erfolgreichen Jahre zurück: „Die in völliger Harmonie durch tatkräftigen Einsatz aller drei beteiligten Präsidenten verlaufene Vereinigung der Österreichischen Gesellschaften für Biochemie und Molekularbiologie, Genetik und Gentechnik sowie Biotechnologie zur gemeinsamen Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) war für die Life Sciences Szene durchaus eine historische Tat, für die uns nicht wenige andere Länder beneiden. Die große, starke Gesellschaft, welche nun die Biowissenschaften in der gesamten Spannweite von der Grundlagenforschung bis zur angewandten Biotechnologie vertritt, verleiht der Life Sciences Szene in Österreich einen ganz wesentlichen Schub. Dieser Wissenschaftszweig, der im Bereich der Forschung und der Wirtschaft zu den führenden, innovativsten und am schnellsten wachsenden Bereichen zählt, kann nun mit wesentlich vernehmlicherer Stimme seine Anliegen bei der Forschungsfinanzierung und der die Life Sciences berührenden Gesetzgebung vorbringen. Das nutzt allen Beteiligten, den Grundlagenforschern ebenso den Wissenschafterinnen und Wissenschaftern im angewandten Bereich. Die Zusammenführung der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung in einer Gesellschaft ermöglicht ferner die rasche Umsetzung neuer Erkenntnisse und wirtschaftlich interessanter Ideen zum Nutzen des Wirtschaftsstandortes Österreich, aber auch zum Wohle der Finanzierung der Forschung. Zur Ausschöpfung all dieser Möglichkeiten mußte aber zunächst einmal die entsprechende Infrastruktur der Gesellschaft geschaffen werden, d.h. der Aufbau der Geschäftsstelle, die Schaffung eines adäquaten Internetauftrittes, der Aufbau eigens internen Informationssystems durch Erstellung regelmäßiger Newsletter und News-Flashs, der Entwurf von Informationsbroschüren, die Einbindung der relevanten Unternehmen, die Erstellung einer Mitgliederdatei, in der die Arbeitsgebiete der Mitglieder durch Keywords charakterisiert sind, was für die erwünschte Zusammenarbeit der Mitglieder wichtig ist, die Einrichtung von Arbeitsgruppen zur Bearbeitung wichtiger Spezialfächer , die Pflege der Public Relations bei wichtigen Anliegen der Gesellschaft u.v.a.m. Mit Frau Andrea Veitschegger konnte eine Geschäftsführerin gefunden werden, die mit beeindruckender Effizienz und Umsicht die schwierige Startphase der ÖGMBT bewältigte und der unsere Gesellschaft für ihren Einsatz zu tiefem Dank verpflichtet ist. Der Zug ÖGMBT steht nun auf den Schienen und wartet auf den neuen Lokführer in der Person des Incoming Präsidenten.“
Der neue ÖGMBT Präsident Prof. Josef Glößl **) anlässlich seines Amtsantritts: „Die ÖGMBT ist dem scheidenden Präsidenten Prof. Hans Grunicke zu großem Dank und Anerkennung verpflichtet. Prof. Grunicke als Gründungspräsident der ÖGMBT hat sehr wesentlich zum Gelingen der Zusammenführung der drei Vorgängergesellschaften sowie zur hohen Akzeptanz der ÖGMBT in der Scientific Community beigetragen. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der nationalen und internationalen Forschungs- und universitätspolitischen Szene konnte Prof. Grunicke wesentliche Weichenstellungen für die Entwicklung der ÖGMBT als wissenschaftliche Gesellschaft setzen. Nun gilt es, die begonnene Aufbauarbeit mit vereinten Kräften fortzusetzen und insbesondere die Interaktion zwischen akademischer Forschung einerseits und industrieller Entwicklung und Anwendung andererseits weiter zu stärken. Ein besonderer Fokus der Aktivitäten der ÖGMBT ist die Förderung und Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch ein Bündel von Aktivitäten. Die dynamische Entwicklung, welche in den letzten Jahren in Österreich in den Life Sciences stattgefunden hat, muss trotz der generellen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen durch zukunftsweisende Forschungs- und Innovationspolitik weiter forciert werden. Es ist der Anspruch der ÖGMBT als wissenschaftliche Gesellschaft diese Entwicklung tatkräftig zu unterstützen und mitzugestalten. Damit soll die ÖGMBT wesentlich zur weiteren Stärkung Österreichs als Wissenschafts- und Innovationsstandort im Bereich der Life Sciences und der Biotechnologie beitragen.“
Dozentin Angela Sessitsch, neue zweite Vizepräsidentin betont: „Dem bisherigen Präsidium, insbesondere dem scheidenden Präsidenten Prof. Grunicke, ist es gelungen, die Vorgängergesellschaften zu einer großen Gesellschaft zu vereinen, die alle Bereiche der molekularen Biowissenschaften vertritt. Dank der Erfahrung und internationalen Reputation von Prof. Grunicke, Prof. Glößl und Prof. Schwab erhielt die neue Gesellschaft rasch nationale und internationale Sichtbarkeit, die es ermöglichen wird, die Stellung der Life Sciences in der österreichischen Forschungs-und Innovationspolitik weiter zu stärken. Die ÖGMBT vereint Grundlagenforschung sowie angewandte Bereiche der Biotechnologie und hat es sich daher auch zum Ziel gesetzt, die Interaktion zwischen Universitäten, weiteren Forschungsinstitutionen und der Industrie zu forcieren. Die ÖGMBT strebt an, eine Schnittstelle zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung, verschiedenen Wissenschaftsbereichen innerhalb der Life Sciences sowie zwischen Forschung, Industrie und Politik einzunehmen, was zu einer Steigerung der Innovationskraft Österreichs führen soll. Eine weitere wichtige Aufgabe der Gesellschaft ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.“
*) Prof. Dr. Hans Grunicke studierte Medizin an den Universitäten in Hamburg und Freiburg. Zusätzlich absolvierte er eine Ausbildung in Biochemie an der Uni Freiburg. 1962 promovierte er zum Dr. med. Der gebürtige Deutsche wurde 1974 zum Ordentlichen Professor für Medizinische Chemie an der Universität Innsbruck ernannt. Zwischen 1981 und 1983 sowie von 2001 bis 2003 war Grunicke Dekan der Medizinischen Fakultät der Uni Innsbruck. Als erster ÖGMBT-Präsident war der emeritierte Gründungsrektor der Medizinischen Universität Innsbruck dafür verantwortlich, dass die Fusion der Vorläuferorganisationen nicht nur am Papier realisiert wurde, sondern auch im Alltag seine Umsetzung findet.
**) Prof. Dr. Josef Glößl studierte Biologie und Biochemie an der Universität Graz und habilitierte sich an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster für „Physiologische Chemie“, bevor er 1985 an das damals neu gegründete Zentrum für Angewandte Genetik der BOKU Wien kam, das er seit 1987 leitet. Er erlangte auch die venia docendi für „Zellbiologie“ an der BOKU und wurde dort 1993 auf die Professur für Angewandte Genetik berufen. Glößl baute das nunmehrige Department für Angewandte Genetik und Zellbiologie (DAGZ) am Standort Muthgasse auf, sein eigenes Forschungsinteresse gilt vor allem der Glykobiologie. Seit Februar 2010 ist er Vizerektor für Forschung und Internationale Forschungskooperation der BOKU Wien, weiters ist er auch Mitglied des Aufsichtsrates des Gregor Mendel Instituts für Molekulare Pflanzenbiologie GmbH. Er war früher auch schon Präsident der ÖGGGT, einer der drei Vorläufergesellschaften der ÖGMBT.

sterreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie


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